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Von Gunzenhausen in die Welt: Unsere Geschichte

17. Juni 20269 min Lesedauer
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1997: Wie alles in Gunzenhausen begann
Erste Datacenter und eigene Server
Eigene Datacenter-Parks in Falkenstein und Nürnberg
C-Lion1 und der Weg nach Finnland
Die Cloud kommt!
USA: Der Sprung über den Atlantik
25 Jahre Hetzner
Ankunft in Asien und der erste Hetzner Summit
Eine Million aktive Cloud-Instanzen
Und die Geschichte geht weiter

In diesem Artikel

  • 1997: Wie alles in Gunzenhausen begann
  • Erste Datacenter und eigene Server
  • Eigene Datacenter-Parks in Falkenstein und Nürnberg
  • C-Lion1 und der Weg nach Finnland
  • Die Cloud kommt!
  • USA: Der Sprung über den Atlantik
  • 25 Jahre Hetzner
  • Ankunft in Asien und der erste Hetzner Summit
  • Eine Million aktive Cloud-Instanzen
  • Und die Geschichte geht weiter

In diesem Artikel

  • 1997: Wie alles in Gunzenhausen begann
  • Erste Datacenter und eigene Server
  • Eigene Datacenter-Parks in Falkenstein und Nürnberg
  • C-Lion1 und der Weg nach Finnland
  • Die Cloud kommt!
  • USA: Der Sprung über den Atlantik
  • 25 Jahre Hetzner
  • Ankunft in Asien und der erste Hetzner Summit
  • Eine Million aktive Cloud-Instanzen
  • Und die Geschichte geht weiter
TL;DR
1997 startete Martin Hetzner als Webhosting-Anbieter in Gunzenhausen mit der Vision, Internettechnologie bezahlbar und für mehr Menschen zugänglich zu machen. Dafür kaufte er zunächst Serverkapazitäten ein und bot erste Hosting-Produkte an. Daraus entwickelten wir über die Jahre eigene Server, gemietete Rechenzentren und Datacenter-Parks in Deutschland und Finnland. Auch international wuchsen wir weiter: Mit Standorten in den USA und in Singapur bieten wir Cloud-Produkte inzwischen auf drei Kontinenten an. Aus den ersten Serverkapazitäten wurde eine Infrastruktur mit mehr als 500.000 Servereinheiten und mehr als einer Million aktiven Cloud-Instanzen. Die nächsten Schritte stehen bereits fest: In Gunzenhausen entsteht eine neue Firmenzentrale und 2027 feiern wir unser 30-jähriges Jubiläum. Heute ist Hetzner einer der größten Rechenzentrumsbetreiber Europas – geprägt von Effizienz, Do-it-yourself-Mentalität und langfristigem Denken.

Wir schreiben das Jahr 1997: Das Internet steckt noch in den Kinderschuhen und die ersten Unternehmen entdecken das riesige Potenzial dieser neuen Technologie. In einem beschaulichen Örtchen in Bayern bemerkt auch ein Elektroingenieur die Zeitwende: Martin Hetzner gründet ein Unternehmen mit dem Ziel, Internettechnologie für alle zugänglich zu machen.

Aus diesem Wunsch entstehen die ersten eigenen Server, später ganze Datacenter, schließlich große Datacenter-Parks und Standorte auf drei Kontinenten mit über 450 Mitarbeitern.

Von Anfang an ist Martin Hetzner überzeugt: Langfristige Planung schlägt kurzfristige Ziele. Knapp 30 Jahre später zeigt sich, dass er damit recht behalten sollte.

1997: Wie alles in Gunzenhausen begann

Webhosting war Ende der 1990er-Jahre für viele kleine und mittelständische Unternehmen noch eine Hürde. Eine eigene Webseite versprach Sichtbarkeit, neue Kunden und den Einstieg in die digitale Zukunft. Doch eine spezialisierte Hosting-Branche, wie wir sie heute kennen, steckte noch in den Anfängen. Wer online gehen wollte, brauchte technisches Know-how, eigene Server oder externe Hilfe.

Martin Hetzner erkannte die Chance. Er hat zunächst als Reseller Server aus den USA vermietet. Damit stellte er Hosting-Produkte bereit, mit denen Unternehmen leichter eigene Webseiten betreiben konnten. Webhosting sollte nicht nur großen Firmen mit eigener IT-Abteilung vorbehalten sein.

Schon damals entstand der Anspruch, der sich bis heute durch unsere Arbeit zieht: Wir wollen technische Lösungen anbieten, die leistungsfähig, bezahlbar und gut zugänglich sind. Dabei wollen wir keinen kurzfristigen Trends hinterherlaufen, sondern langfristig planen.

In den folgenden Jahren baute Martin Hetzner das Unternehmen Schritt für Schritt aus. Die Nachfrage stieg, die Infrastruktur wuchs, und aus dem ersten Hosting-Angebot entwickelte sich ein eigener technischer Kosmos.

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Erste Datacenter und eigene Server

In den ersten Jahren kauften und verkauften wir weiter Serverkapazitäten. Doch je stärker die Nachfrage wuchs, desto deutlicher wurde: Wer dauerhaft gute Preise und stabile Leistung anbieten will, braucht mehr Kontrolle über die eigene Infrastruktur.

Also begannen wir, erste eigene Server zu entwickeln und uns unabhängiger von bestehenden Lösungen zu machen. Effizienz wurde zum Leitmotiv und ist bis heute ein Grundprinzip unserer Arbeit.

Schnell reichten die bestehenden Kapazitäten nicht mehr aus. 2001 mieteten wir deshalb unser erstes Rechenzentrum in Nürnberg, mitten in der Stadt. In den folgenden Jahren kamen vier weitere hinzu.

Bis 2008 hosteten wir 200.000 Domains weltweit und stellten 20.000 Server bereit. Damit war Hetzner kein kleiner Hosting-Anbieter mehr, sondern gehörte zu den größten in Deutschland.

Gleichzeitig zeigte sich eine neue Grenze: In gemieteten Rechenzentren konnten wir Stromversorgung, Kühlung, Gebäudeaufbau und Netzanbindung nur begrenzt beeinflussen. Genau diese Punkte wollten wir verbessern.

Eigene Datacenter-Parks in Falkenstein und Nürnberg

2008 begann in Falkenstein im Vogtland der Bau unseres ersten selbst konzipierten Datacenter-Parks: mehrere Rechenzentren, gebündelt auf einem Campus, mit einer Infrastruktur nach unseren Vorstellungen. Wir planten den gesamten Standort von Grund auf.

Bei Stromversorgung und Kühlung setzten wir von Anfang an auf nachhaltige Lösungen. In Deutschland stammt unser Strom bis heute zu 100 Prozent aus Wasserkraft, und Außenluft hilft dabei, unsere Server effizient zu kühlen. Die Gebäude bekamen schräge Pultdächer und hohe Doppelböden, damit die Luft gezielt durch die Serverbereiche strömt. Überwachungssysteme sorgen für Sicherheit, selbstkonzipierte Server für höchste Energieeffizienz. Wir wollten nichts dem Zufall überlassen. 2009 wurde der Park in Falkenstein eröffnet.

Nürnberg zog 2011 nach: Auch hier entstand ein Datacenter-Park nach denselben Prinzipien. Auf rund 40.000 Quadratmetern entstand Platz für bis zu zehn Rechenzentren, die wir nach und nach bauten. Zur Eröffnung 2012 betrieben wir bereits 60.000 Server und beschäftigten 140 Mitarbeitende.

Rund 15 Jahre nach der Gründung zeichnete uns der „Bayerns Best 50 Award“ als eines der am stärksten wachsenden Unternehmen im Freistaat aus. Und es ging weiter: Innerhalb von nur zwei Jahren verdoppelte sich unsere Serverkapazität auf mehr als 150.000 Systeme.

C-Lion1 und der Weg nach Finnland

Nach Falkenstein und Nürnberg richteten wir den Blick nach Norden. Wir erkannten das Potenzial, das in Finnland steckt. Das kalte Klima ist perfekt, um die Server mit Außenluft zu kühlen. Durch seine Lage ist das Land ein wichtiges Bindeglied zwischen Nordost- und Westeuropa. Hinzu kommen die günstigen Strompreise. Also begannen wir 2015 mit der Planung eines Datacenter-Parks in Tuusula, rund 20 Kilometer von Helsinki entfernt.

Im selben Jahr investierten wir in das Unterseekabel C-Lion1. Das rund 1.100 Kilometer lange Glasfaserkabel verläuft durch die Ostsee und verbindet Rostock mit Helsinki. Es ermöglicht schnelle und latenzarme Datenübertragungen zwischen Mittel- und Nordeuropa – und das mit einer Bandbreite von 120 Tbit/s.

2016 ging das Kabel in Betrieb. Gleichzeitig starteten wir mit dem Bau des Parks und nutzten dabei unsere langjährige Erfahrung aus Falkenstein und Nürnberg. 2018 feierte der Standort seine Eröffnung. Der Schritt nach Finnland zeigt, wie wir Expansion verstehen: Wir wollen nicht einfach größer werden, sondern Standorte dort aufbauen, wo sie technisch und strategisch sinnvoll sind.

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Die Cloud kommt!

2018 führten wir die Hetzner Cloud ein. Dedizierte Server blieben ein wichtiger Teil unseres Portfolios, doch viele Kundenprojekte brauchten inzwischen mehr Flexibilität. Cloud-Server lassen sich innerhalb weniger Sekunden starten, flexibel anpassen und stundengenau abrechnen. Das senkte die Einstiegshürde für Testumgebungen, Webanwendungen und Entwicklungsprojekte.

Für uns war das die konsequente Weiterentwicklung unserer Infrastruktur: Wir machten Internettechnologie noch einfacher und für noch mehr Menschen zugänglich.

Wie groß der Bedarf war, zeigte sich schnell: Bereits im ersten Jahr waren 100.000 Cloud-Instanzen aktiv.

USA: Der Sprung über den Atlantik

2021 eröffneten wir unseren ersten Standort in Nordamerika – in Ashburn, Virginia, an einem der wichtigsten Internetknoten der USA. Von der Ostküste aus bedienen wir seither den nordamerikanischen Markt mit Cloud-Servern.

Nur ein Jahr später folgte Hillsboro, Oregon, an der Westküste. Mit dieser Ost-West-Präsenz konnten wir die Latenzzeiten für nordamerikanische Kunden deutlich senken. Gleichzeitig konnten internationale Nutzer ihre Workloads nun über Europa und Nordamerika verteilen und so die Ausfallsicherheit ihrer Systeme erhöhen.

In dieser Phase betrieben wir rund 350.000 Server und beschäftigten über 400 Mitarbeitende. Jetzt war aus dem Anbieter aus dem kleinen Gunzenhausen ein internationaler Infrastrukturpartner geworden.

25 Jahre Hetzner

In all den Jahren des Wachstums verdanken wir unseren Erfolg vor allem den Menschen hinter Hetzner. Viele von ihnen sind seit Jahrzehnten Teil des Betriebs. Ihr Wissen, ihre Erfahrung und die Verbundenheit zur Firma bilden die Basis für unsere positive Entwicklung.

Zum 25-jährigen Jubiläum wollten wir deshalb nicht nur zurückblicken, sondern etwas zurückgeben. Am Hauptstandort in Gunzenhausen luden wir rund 5.000 Besucher zu einem kostenlosen Open-Air-Konzert ein. Nach der lokalen Vorband „Good Weather Forecast“ spielte die bekannte Pop-/Rock-Gruppe „Silbermond“ als Headliner.

Nach 25 Jahren blickten wir mit Stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben.

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Ankunft in Asien und der erste Hetzner Summit

2024 erreichte unsere Expansion den nächsten Kontinent: Mit Singapur eröffneten wir unseren ersten Standort in Asien und bieten dort seither Cloud-Lösungen an.

Dank der starken Anbindung an wachsende Märkte wie China, Japan und Indien ist Singapur ein wichtiger Baustein für unsere weltweite Präsenz.

2024 gab es eine weitere Premiere: den ersten Hetzner Summit in Falkenstein. Wir luden Kunden und Interessenten ins Vogtland ein. Sie erlebten den Datacenter-Park vor Ort, blickten hinter die Kulissen und kamen mit uns direkt ins Gespräch.

Auf dem Programm standen DC-Touren, Podiumsdiskussionen, Fachvorträge und ein entspanntes Get-together. Wir sorgten für die Verpflegung und boten ein unterhaltsames Rahmenprogramm, inklusive Gaming-Ecke und Musik.

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Eine Million aktive Cloud-Instanzen

2025 erreichten wir einen weiteren Meilenstein: Erstmals waren über eine Million Cloud-Instanzen gleichzeitig aktiv – sieben Jahre nach der Einführung der Hetzner Cloud. Auch bei unseren dedizierten Systemen blieben wir auf Erfolgskurs: Zu diesem Zeitpunkt betrieben wir über 500.000 Servereinheiten – und die Nachfrage brach nicht ab.

Je stärker die Infrastruktur wächst, desto wichtiger wird der bewusste Umgang mit Ressourcen. 2025 führten wir deshalb ein umfassendes Umweltmanagementsystem ein, das nach EMAS zertifiziert wurde. Die Abkürzung steht für Eco-Management and Audit Scheme – ein von der Europäischen Union entwickeltes System, bei dem Unternehmen ihre Umweltleistung systematisch prüfen, verbessern und transparent dokumentieren.

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Und die Geschichte geht weiter

Die Geschichte von Hetzner begann mit dem Internet und endet ... noch lange nicht. Wir bleiben dabei stets unseren Werten treu und entwickeln unser Angebot beharrlich weiter: seien es verbesserte GPU-Server für KI-Anwendungen oder der Ausbau unserer Cloud-Angebote.

Ein Vorhaben steht bereits fest: In Gunzenhausen entsteht eine neue Firmenzentrale mit Platz für weiteres Wachstum und einem modernen Arbeitsumfeld.

Und 2027 wird Hetzner 30 Jahre alt. Nach dem Open-Air mit Silbermond liegt die Messlatte hoch, aber auch 2027 werden wir das Jubiläum gebührend feiern, so viel ist sicher.

Von den ersten Hosting-Angeboten bis zu Standorten auf der ganzen Welt zieht sich ein Gedanke durch unsere Geschichte: Wir bauen Infrastruktur, die leistungsfähig, effizient und zugänglich ist. Daran arbeiten wir seit 1997 und genau damit machen wir weiter.

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Adrian Macrea

Editor

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