Der deutsche Cloud-Provider und Rechenzentrumsbetreiber Hetzner setzt nach umfangreichen Tests auf Nokia Deepfield Defender, um den DDoS-Schutz in seiner gesamten europäischen Rechenzentrumsinfrastruktur zu verstärken. Die Lösung nutzt KI-gestützte Erkennung und mehrschichtige Abwehrmaßnahmen, um DDoS-Bedrohungen schnell und präzise zu identifizieren und zu neutralisieren. Sie bietet schnellste Erkennung auf Basis des IETF-Standardformats von IPFIX IE315 (Uncached-Traffic-Samples). Durch die direkte Einbettung der Sicherheit in die Netzwerkinfrastruktur kann Hetzner bösartigen Datenverkehr am Rand (Peering Edge) blockieren, bevor er die Workloads der Kunden erreicht.
Nokia Deepfield Defender bietet Echtzeit-Einblicke in Netzwerkverkehrsmuster und DDoS-Angriffseigenschaften. Die Lösung korreliert Telemetriedaten mit dem Deepfield Secure Genome Threat Intelligence Feed von Nokia, der den Sicherheitskontext von mehr als fünf Milliarden IP-Adressen weltweit verfolgt. Dadurch erkennt Hetzner ein breiteres Spektrum an Angriffen und erhält detailliertere Informationen als bei herkömmlichen schwellwertbasierten Systemen.
Die Deepfield Lösung implementiert eine Edge-basierte Abwehr auf den Juniper-Routern von Hetzner, die den Großteil des DDoS-Angriffsverkehrs filtert, bevor dieser in das Netzwerk gelangt. Bei komplexen Angriffen auf Anwendungsebene kann der Datenverkehr an das 7750 Defender Mitigation System von Nokia umgeleitet werden, wo er mit branchenführender Kapazität präzise bereinigt wird. Dieser mehrschichtige Ansatz stellt sicher, dass legitimer Kundenverkehr ohne Unterbrechungen fließt und die hohen Servicequalitätsstandards von Hetzner eingehalten werden.
„Für uns war entscheidend, eine Lösung zu finden, die Angriffe zuverlässig erkennt und früh im Netzwerk stoppt, ohne den legitimen Traffic unserer Kunden zu beeinträchtigen“, sagt Martin Fritzsche, Head of Network bei Hetzner. „Mit Nokia Deepfield Defender können wir DDoS-Angriffe automatisiert und präzise abwehren und behalten gleichzeitig die volle Kontrolle über den Datenverkehr in unserer eigenen Infrastruktur.“
„Cyberangriffe werden immer raffinierter, was bedeutet, dass auch die Tools, mit denen wir sie bekämpfen, entsprechend immer ausgefeilter sein müssen. Deepfield Defender arbeitet mit KI-gestützten Analysen, umfassender Netzwerktelemetrie und hat Zugriff auf globale Bedrohungsinformationen. So kann Hetzner Angriffe autonom am Netzwerkrand stoppen sowie komplexere Bedrohungen analysieren und beseitigen“, sagt Matthieu Bourguignon, Vice President für Netzwerkinfrastruktur Europa bei Nokia. „Die Kunden von Hetzner können sich darauf verlassen, dass ihre Daten durch diese Sicherheitsinvestition noch besser geschützt und ihre Dienste abgesichert sind.“
Nokia Deepfield Defender arbeitet mit Zero-Touch-Automatisierung, sodass keine umfangreichen Schwellenwertlisten konfiguriert oder manuell Traffic-Baselines erstellt werden müssen. Die Machine-Learning-Modelle passen sich kontinuierlich an die Netzwerkbedingungen und neue Angriffsvektoren an. Hetzner profitiert von der Flexibilität mehrerer Anbieter, da das System Edge-Abwehr über Router-Plattformen verschiedener Anbieter hinweg und über Standardprotokolle wie BGP Flowspec oder NetConf unterstützt. Diese Architektur positioniert die Infrastruktur von Hetzner für kontinuierliches Wachstum und sich weiterentwickelnde Sicherheitsanforderungen.
Die Implementierung des Nokia Deepfield Defender baut auf der bestehenden Partnerschaft zwischen Hetzner und Nokia auf, in deren Rahmen Hetzner kürzlich seine Rechenzentren und seine Kernnetzwerkinfrastruktur mit der Routing-Technologie Nokia 7750 SR-1x aufgerüstet hat. Durch die Durchführung der DDoS-Abwehr innerhalb des eigenen Netzwerks behält Hetzner die Datenhoheit und unterstützt die Einhaltung europäischer Datenschutzanforderungen im Einklang mit der ISO 27001-Zertifizierung.
Da Workloads im Bereich der künstlichen Intelligenz eine beispiellose Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten verursachen, wird robuste Netzwerksicherheit zu einer unverzichtbaren Infrastruktur für das KI-Zeitalter. Mit dem KI-gestützten Deepfield Defender von Nokia kann Hetzner GPU-Server, Hochleistungs-Computing-Cluster und Cloud-Ressourcen schützen, die KI-Anwendungen in ganz Europa versorgen. Durch den Einsatz intelligenter, automatisierter DDoS-Schutzmaßnahmen demonstrieren sowohl Hetzner als auch Nokia ihr Engagement für den Aufbau einer stabilen und sicheren digitalen Infrastruktur, die den Anforderungen des KI-Superzyklus gerecht wird.
Über Nokia:
Nokia ist ein weltweit führender Anbieter von Konnektivitätslösungen für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Mit unserer Expertise in den Bereichen Festnetz-, Mobilfunk- und Transportnetze treiben wir die Konnektivität voran, um eine bessere Welt zu schaffen.