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Self-Hosting per Klick mit Coolify

17. Juni 20265 min Lesedauer
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Alles an einem Ort: Anwendungen, Datenbanken und Dienste verwalten
Deine eigene, flexibel skalierbare PaaS
Teamwork
Zusammenfassung & Ausblick

In diesem Artikel

  • Alles an einem Ort: Anwendungen, Datenbanken und Dienste verwalten
  • Deine eigene, flexibel skalierbare PaaS
  • Teamwork
  • Zusammenfassung & Ausblick

In diesem Artikel

  • Alles an einem Ort: Anwendungen, Datenbanken und Dienste verwalten
  • Deine eigene, flexibel skalierbare PaaS
  • Teamwork
  • Zusammenfassung & Ausblick
TL;DR
Coolify ist eine Open Source-Software, mit dem du dir deine eigene Platform-as-a-Service (PaaS) auf eigenen oder gemieteten Servern aufbaust. Über eine zentrale Oberfläche verwaltest du verschiedene Teile deiner Infrastruktur: Webanwendungen, statische Webseiten, Full-Stack-Projekte, Datenbanken und selbst gehostete Services. Dazu kommt ein großer Katalog an One-Click-Diensten: Hunderte vorkonfigurierte Open Source-Tools, die du als fertige Templates startest, darunter Blogs, Analytics-Plattformen, CMS, Datenbanken oder interne Tools. Mit Coolify behältst du die Kontrolle über Daten, Kosten, Server und Architektur und machst dich unabhängiger von proprietären Plattformen. Besonders interessant ist Coolify für Startups, Agenturen, Indie-Hacker und kleine DevOps-Teams. Für große Organisationen, externe Dienstleister, Shared Hosting oder regulierte Umgebungen eignet sich das Tool wegen des Berechtigungsmodells nur eingeschränkt: Es gibt nur die Rollen „admin“ und „member“, feinere Abstufungen fehlen.

In den letzten ein bis zwei Jahren hat sich in der IT-Branche ein grundlegender Wandel vollzogen: weg vom „Public Cloud first“-Ansatz, hin zu selbst gehosteten Lösungen. Treiber dafür sind unter anderem regulatorische Anforderungen wie die DSGVO, geopolitische Entwicklungen und die IT-Sicherheit. Neben Infrastructure-as-a-Service-Lösungen (IaaS) bekannter Anbieter wie Azure, AWS und Google Cloud bieten Platform-as-a-Service-Angebote (PaaS) eine einfache Möglichkeit, Anwendungen bereitzustellen – oft nur einen Mausklick oder einen Git-Commit entfernt. Mit Coolify kannst du dir jetzt deine eigene PaaS auf deiner eigenen Infrastruktur aufbauen.

Einer der größten Vorteile, den PaaS-Anbieter wie Vercel, Heroku oder Netlify boten, war ihre Einfachheit – ein Komfort, den es beim Betrieb eigener Infrastruktur lange nicht gab. Bei all diesen Anbietern begibst du dich allerdings in ihr geschlossenes Ökosystem. Häufig laufen deine Anwendungen außerhalb deines Rechtsraums, oder du hast keine vollständige Hoheit mehr über die Daten, die innerhalb der PaaS gespeichert sind.

Das Open Source-Tool Coolify will genau diese Lücke schließen: Es bietet eine One-Click-Deployment-Lösung für Webseiten, Datenbanken und komplexere Anwendungen. Damit ist Coolify besonders attraktiv für Startups, Agenturen, Indie-Hacker und DevOps-orientierte Teams, die Flexibilität wollen, ohne auf Komfort zu verzichten.

Name: Coolify

URL: https://www.coolify.io/

Lizenz: Apache 2

Dokumentation: https://www.coolify.io/docs/

Erstes Release: 24. März 2021 (1.0.0)

Bezahlversion: Coolify Cloud (managed control-plane)

Alles an einem Ort: Anwendungen, Datenbanken und Dienste verwalten

Coolify ist mehr als ein Tool für App-Deployments. Es bietet dir eine zentrale Oberfläche, über die du verschiedene Teile deiner Infrastruktur verwalten kannst – darunter Webanwendungen, statische Webseiten, Full-Stack-Projekte, Datenbanken und selbst gehostete Dienste. Du musst nicht alles von Hand über verschiedene Tools und Terminals konfigurieren. Coolify bündelt das in einer Oberfläche, über die du deine Projekte betreiben und ausrollen kannst. Für Teams, die mehrere Apps oder Umgebungen verwalten, kann das den Arbeitsalltag vereinfachen und den Aufwand reduzieren, Software auf eigenen Servern zu betreiben.

Eine der stärksten Funktionen ist der umfangreiche Katalog an One-Click-Diensten. Coolify unterstützt Hunderte vorkonfigurierte Tools, mit denen du beliebte Open Source-Services schnell starten kannst, ohne jedes Setup von Grund auf selbst aufzubauen. Ob Blog, Analytics-Plattform, CMS, Datenbank oder internes Tool: Viele Anwendungen stehen als fertige Templates bereit. Das spart Zeit, reduziert Konfigurationsfehler und macht Self-Hosting für Entwickler zugänglicher, die leistungsstarke Dienste nutzen möchten, ohne stundenlang Deployment-Dateien schreiben zu müssen.

Configuration_Coolify_UI.png

Deine eigene, flexibel skalierbare PaaS

Jede Anwendung, die du mit Coolify deployst, läuft als Docker-Container, und Coolify kann die Container-Images auch selbst bauen. Coolify unterstützt Git-basierte Deployment-Workflows, was es einfacher macht, dein Code-Repository anzubinden und Änderungen von Coolify automatisch deployen zu lassen. So bleibt dein Entwicklungs-Workflow nah an dem, was du bereits kennst: Code pushen, einen Build auslösen und deployen.

Zusammen mit Funktionen wie Umgebungsvariablen, Logs, Secrets, Health Checks und Deployment-Automatisierung hilft Coolify Teams dabei, schneller zu arbeiten, ohne dass das Infrastrukturmanagement unnötig komplex wird.

Mit Coolify bleibt deine Infrastruktur bei dir. Du bist nicht an eine einzelne proprietäre Hosting-Plattform gebunden und kannst den Serveranbieter, die Region, die Kostenstruktur und die Architektur wählen, die zu deinen Anforderungen passen.

Wenn der Server, auf dem du Coolify installiert hast, nicht mehr für alle Anwendungen ausreicht, kannst du einfach weitere Server hinzufügen. So skalierst du deine Deployments flexibel oder trennst Test- und Produktivumgebungen auf unterschiedliche Maschinen. Alle Server verwaltest du zentral über die Weboberfläche von Coolify. Der Coolify-Server nutzt normales SSH, um Anwendungen auf allen verbundenen Servern auszurollen und zu aktualisieren.

Installing Docker Engine.png

Teamwork

Wenn du Coolify im Team oder sogar mit mehreren Teams nutzen möchtest, lädst du weitere Nutzer ein und ordnest sie in Coolify einem Team zu. Dabei verwaltet jedes Team seine eigenen Server, die für andere Teams nicht sichtbar sind. Auch eine gemeinsame Nutzung derselben virtuellen oder dedizierten Maschine ist nicht möglich.

Das verhindert das sogenannte Noisy-Neighbor-Problem: Ein Team kann nicht alle Ressourcen belegen und dadurch verhindern, dass andere Teams ihre Workloads deployen. Gleichzeitig musst du deine Architektur und Teamstruktur von Anfang an etwas genauer planen.

Zwar unterstützt Coolify Team-Kollaborationen, das Berechtigungsmodell ist aber eher einfach gehalten und ist kein RBAC auf Enterprise-Niveau. Du kannst Nutzern lediglich die Rolle „admin“ oder „member“ zuweisen. Und selbst member haben dabei ziemlich weitreichende Rechte. In Coolify gibt es keine Möglichkeit, Rechte pro Dienst oder pro Aktion zu vergeben (z. B. „dieser Nutzer darf deployen, aber nicht löschen“ oder „dieser Nutzer darf nur einen Dienst verwalten“).

Behandle die Teammitgliedschaft in Coolify nicht automatisch als Least-Privilege-Grenze, solange du nicht geprüft hast, welche Aktionen die einzelnen Rollen tatsächlich ausführen können. Für kleine, vertrauenswürdige Teams kann das Modell ausreichend sein. Für größere Organisationen, externe Dienstleister, Shared-Hosting-Szenarien oder regulierte Umgebungen ist das aktuelle Berechtigungsmodell von Coolify jedoch ein Bereich, den du vor dem Einsatz sorgfältig prüfen solltest. Es gibt bereits ein GitHub-Issue, in dem fein abgestufte Berechtigungen gefordert werden. Diese sind allerdings erst für Coolify 5.x vorgesehen. Wie Version 5 die Situation konkret verbessern wird, bleibt noch unklar.

Cloud

CPX22

AMD

startet ab max/mo.

pro Stunde

Specs

2 Core

4 GB

80 GB

Zusammenfassung & Ausblick

Coolify verwaltet Workloads zentral und lässt sich einfach bedienen. Damit bringt es viele Funktionen mit, die für den Betrieb von Anwendungen auf selbst verwalteten Servern nötig sind, etwa auf einem VPS oder auf dedizierter Hardware. Das Projekt hat außerdem eine große Community aus Unterstützern und Nutzern, die auf Discord und GitHub aktiv ist und bei Problemen oder Fragen in der Regel weiterhelfen kann.

An einigen Stellen hat Coolify noch Verbesserungspotenzial. Bei Abläufen, die im Produktivbetrieb zuverlässig laufen müssen, sollten Nutzer deshalb besonders sorgfältig vorgehen – etwa bei Backups oder Upgrades von Coolify selbst. Außerdem fehlt ein RBAC-ähnliches Berechtigungsmodell, was den Einsatz einer gemeinsamen Coolify-Instanz mit einem Team von Nutzern schwierig bis unmöglich macht.

Alles in allem ist Coolify die perfekte Lösung für kleine Teams, die Infrastrukturkosten sparen und Vendor-Lock-in vermeiden wollen.

Engineering
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Max Jonas Werner

admin-it.io

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